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Hallo miteinander,

Nachdem sich unseren müden Beinchen vom Alpine Crossing erholt haben, waren wir nun für neue Herausforderungen bereit . Die Vulkanregion hat uns noch nicht ganz losgelassen und so standen für uns zwei Tage in Taupo und Rotorua ganz im Zeichen der Magma-Berge.

Zur Erholung hat definitiv unser Campingplatz, das Taupo DeBretts Spa Resort beigetragen. Nach dem Alpine Crossing fuhren wir ca. eine Stunde bis Taupo, um hier für zwei Nächte einzuchecken. Der Platz ist großzügig gestaltet und so konnten wir in aller Ruhe mit wunderschönem Blick auf den Taupo See am nächsten Tag ausspannen. Wie der Name schon verrät, stehen hier eine breite Auswahl an Hot Pools, Massagen und weiteren Erholungsmöglichkeiten zur Verfügung. Doch mit dem See in Sichtweite und sommerlichen 28 Grad entschieden wir uns lieber für ein Sonnenbad im Freien 😉.

Entspannung in Taupo

Zuvor wollten wir uns aber auch ein bisschen Sightseeing in der Gegend rund um Taupo nicht nehmen lassen. Wir besuchten daher die nahegelegenen Craters of the Moon, die einen nochmal die Vulkanlandschaft bildlich veranschaulichten. Aus jedem erdenklichen Erdloch pfiff heißer Dampf – ein surrealer Anblick. Die 8$ für den gut einstündigen Rundweg haben sich auf jeden Fall gelohnt. Quasi auf der anderen Straßenseite befinden sich noch die Huka Falls. Der Name ist etwas irreführend, da es sich nicht um einen klassischen Wasserfall handelt. Vielmehr fließt hier der Waikato River sehr schnell durch eine Verengung von einem Becken ins nächste und am Ende schießen dabei 200.000 Liter pro Sekunde in die unterste Flussebene.

Trotz Muskelkater vom Vortag ging es auch schon wieder weiter. Zum Abschluss haben wir uns noch mit einem Milchshake vom Restaurant zur goldenen Möwe gestärkt. In Taupo gibt es das als „coolste“ ausgezeichnete “gelbe M“ weltweit, da man hier in einem alten Flugzeug sitzen kann! Den Tag ließen wir nach der kleinen Erkundungstour entspannt am Lake Taupo ausklingen um nochmal ein wenig an unserer Bräune zu arbeiten 😉.

Zeitreise im Waimangu Volcanic Valley – ein Muss!

Nach einer zweiten Nacht im Taupo DeBretts Spa Resort sollte es für uns dann weitergehen nach Rotorua. Diese Stadt liegt ebenfalls an einem großen See. Auch hier stand die Erkundung der Vulkanlandschaften auf dem Plan und unser Tagesausflug sollte sich mal wieder richtig lohnen! Im Waimangu Volcanic Valley fühlte man sich in eine prähistorische Zeit zurückversetzt. Nicht umsonst heißt der Slogan des Anbieters „how the World began“.

Für uns stand eine Wanderung mit kombinierter Bootstour auf dem Programm. Der knapp zweistündige Wanderweg verläuft dabei entlang verschiedener, skurrilster Landschaften durch das Tal bis hin zum größten Heißwassersee der Welt, dem Lake Rotomahana. Der Weg offenbart Ausblicke auf den Regenwald, Bachläufe mit Ablagerungen in den buntesten Farben bis hin zu kleineren Seen. Das alles galt es unterwegs zu entdecken. Im Vorfeld wurden wir mit einer Broschüre inklusive Erklärungen zu dem Naturschauspiel ausgestattet. Dampf stieg über den Wasseroberflächen empor und heiße Quellen sprudelten entlang rot-gelber Felskanten, die mit üppigem Farn überwachsen waren. Es schien fast so, als hätte sich erst kurz vor unserem Besuch der letzte Dinosaurier aus diesem vorzeitlichen „Spa“ in den dichten Regenwald zurückgezogen und uns das Gebiet überlassen. Je tiefer wir ins Tal wanderten, desto mehr verschlang uns diese Welt in sich. Sprudelnde Geysire und Rauch aus der Erde begleiteten uns auf unserer Zeitreise.

Die zwei Stunden vergingen dabei wie im Flug. Schon bald erreichten wir den Endpunkt unseres Fußmarsches, Lake Rotomahana. Dort erwartete uns bereits ein Ausflugsboot, mit dem wir 45 Minuten lang über den See schipperte. Der Skipper versorgte uns mit einer zweiten Broschüre, die allerhand Infos für uns bereithielt. Der See bestand bis 1886 aus zwei einzelnen kleineren Seen. Diese verschmolzen nach einem gewaltigen Ausbruch des hiesigen Vulkans zu einem großen See. Im Hintergrund thront der Mount Tarawera als Mahnmal dieser unvorstellbaren Naturgewalt. Wir fuhren durch einen mit Wasser vollgelaufenen Krater und entlang der rauchenden Felsen am Ufer des Sees. Bis zur Explosion gab es hier sogar noch eines der damaligen Weltwunder zu beobachten: die pinken und weißen Terrassen des Sees. Heute, lange nach der Explosion, sind leider nur noch Überbleibsel unterhalb der Wasseroberfläche davon übrig geblieben.

Nach dieser beeindruckenden Fahrt wurden wir mit dem Shuttle Bus wieder zum Welcome Center und zum Parkplatz hochgefahren. Für uns ist der Ausflug ein absolutes Muss, wenn man die Vielfalt dieser wundervollen Vulkanlandschaft erleben möchte! Im netten Café des Welcome Centers tranken wir noch gemütlich einen Kaffee und machten uns im Anschluss zu unserem letzten Stopp im Vulkangebiet auf.

Auf eigene Faust in Rotorua

Im ca. 30 Minuten entfernten Rotorua gibt es neben dem gleichnamigen See noch den wunderschönen Redwood Forest zu entdecken. Die riesigen roten Sequoia Bäume, die man eigentlich aus Kalifornien kennt, ebnen hier den Weg zur Aussicht auf den Pohutu Geysir. Diesen Geheimtipp fanden wir in unserem Boomerang Reisen Tourenmanual.

Eigentlich ist der Geysir nur über die Touristenattraktion Te Puia zu erreichen. Wir sind allerdings beide keine Fans von großer touristischer Abfertigung. Daher haben wir uns gegen den Besuch (inkl. Tanzshows etc.) entschieden. Sicherlich inszeniert Te Puia eine nette Art des „Maori-Lebensstils“, ist aber in dieser Form nichts für uns. Umso mehr erfreuten wir uns, dass wir nach der tollen 45 minütigen Wanderung auf dem gelben Pfad einen wunderbaren Blick Rotorua und auf das Highlight des Parks hatten 😊. Dass der Geysir dann gerade auch noch mitten in seinem Element war und meterhohe Wasserfontänen nach oben produzierte, war das Tüpfelchen auf dem i.

Nach zwei ereignisreichen Tagen machen wir uns nun wieder auf den Weg Richtung Küste, an der einige besondere Highlights auf uns warten werden 😊.

Bis dahin, viele Grüße
Anna und Marvin


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