Der Traum von der Südsee….damit verbindet man meist einen Badeurlaub am schönen Sandstrand mit türkisfarbenem Meer und einer tollen Unterwasserwelt. Das es aber auch anders sein kann, hat Johanna auf Ihrer Reise in Vanuatu entdeckt. Strände und Meer gibt es auch, aber vor allem Natur, die es aktiv und abenteuerlich zu erkunden gibt.

Ein Erlebnis, das man bei seiner Reise nach Vanuatu auf keinen Fall verpassen darf, ist der Besuch des aktiven Vulkans Mount Yasur auf der Insel Tanna. Es gibt verschiedene Touren, um diesen zu erkunden. Zu empfehlen ist auf jeden Fall eine Ausflug, der am Nachmittag oder frühen Abend beginnt, denn nur so kann man den Vulkan mit der Lava auch im Dunkeln sehen.

Bereits auf dem Weg zum Startpunkt der Tour bieten sich atemberaubende Blicke auf den Vulkan. Bei einem außerplanmäßigen Stopp, auf dem ein liegengebliebener LKW befreit wurde, konnte ich den Vulkan dann auch das erste Mal hören. Faszinierend aber zugleich auch etwas Angst einflößend.

Am Besucherzentrum – Gut Ding will Weile haben…

Nach der Ankunft am Besucherzentrum, welches der Ausgangspunkt der Tour ist, sammeln sich alle Teilnehmer und man erhält eine kleine Einführung über die Region und das, was einen erwarten wird. Die Bewohner der Region begrüßen uns mit einer Tanzvorführung und der Chief des Stammes wird um Erlaubnis gebeten, dass die Gruppe den Vulkan überhaupt besuchen darf. Puh, zum Glück erteilt er uns die Erlaubnis 😅.

Erster Aussichtspunkt

Nach einem Sicherheitsbriefing geht es dann endlich los. Die Spannung steigt, denn genau weiß ich noch nicht, was mich erwartet. Zunächst fahren wir mit mehreren Pick-Up Fahrzeugen in Richtung Kraterrand. Wer es wie die Einheimischen machen möchte, der fährt auf der Ladefläche der Fahrzeuge – ein bisschen abenteuerlich aber auch lustig. Nach ca. 20 Minuten sind wir auf dem Vulkan angekommen. In vorab festgelegten Gruppen geht es nun zu Fuß zum Kraterrand. Diesen erreicht man nach etwa 5 Minuten über einige Stufen. Endlich kann ich den ersten Blick in den Krater werfen – sehr beeindruckend. Aber es wird später noch genialer…..

Zweiter Aussichtspunkt – ab jetzt gilt Helmpflicht!

Nach einiger Zeit und vielen Fotos geht es für uns weiter entlang des Kraterrandes noch ein Stück höher bis zum nächsten Aussichtspunkt. Das alles natürlich immer unter Aufsicht der Guides, denn hier oben gibt es keinerlei Absperrungen. Plötzlich ist da dieses tiefe Grummeln im Vulkan und Sekunden später fliegen riesige Lavaklumpen durch die Luft. Wer schnell genug ist, hält diesen Moment mit seiner Kamera fest. Oder man genießt dieses spektakuläre Naturschauspiel einfach.

Dritter Aussichtspunkt – Feuer frei!

Es geht aber noch weiter zum einem letzten Aussichtspunkt und dieser ist zugleich auch der Beste. Dort kann man so weit in den Krater schauen, dass man die flüssige Lava sieht. Für mich – und sicherlich auch die meisten anderen auf dieser Tour – etwas, das noch niemand vorher gesehen hat. Während die Sonne langsam untergeht, bleiben wir noch eine ganze Weile am Kraterrand stehen und beobachten staunend die Kraft der Natur. Immer wieder fängt es an zu Grummeln und anschließend schießt die Lava in die Höhe. Einfach nur faszinierend und unvergleichlich. Als es dann dunkel wird, wirkt der Ort durch das Farbenspiel wie ein mystischer Hexenkessel.

Voller neuer Eindrücke machen wir uns anschließend im Dunklen auf den Rückweg zu den Autos. Tipp: Taschenlampe mitnehmen. 😉 Danach geht es zurück ins Besucherzentrum und anschließend ins Hotel. Todmüde aber auch total fasziniert vom Erlebten falle ich ins Bett. Was für ein Tag!


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