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Hi zusammen,

die Vulkanlandschaft rund um Rotorua und den „Faule-Eier-Schwefel-Geruch“, der einen stets begleitet, haben wir erst mal hinter uns gelassen. Wir steuerten nun mit unserem Apollo Gefährt die Bay of Plenty Region an.

Der Name „Bay of Plenty“ (Bucht der Fülle) kommt nicht von ungefähr. Die gesamte Region ist mit unzähligen Obstplantagen übersät, sodass wir nun auch tatsächlich das erste Mal in diesem bekennenden Kiwi-Land die Kiwi Frucht gesehen haben. Ein wahres „Paradies“ für Marvin (leider Kiwi Allergiker)! Für den Tag hatten wir uns aber keinen Besuch der Obstplantagen vorgenommen, sondern den schönen Küstenabschnitt rund um den Mount Maunganui.

Erkundung der Ostküste

Dank unseres Boomerang Reisen Tourenmanuals sind wir auf diesen ruhenden Vulkan aufmerksam geworden. Bei der Besteigung des 232 Meter hohen Gipfels erhält man eine tolle 360-Grad Aussicht auf die gesamte Bay of Plenty. Trainiert wie wir nun nach unseren alpinen Erfahrungen sind, haben wir uns den Aufstieg natürlich nicht nehmen lassen. Es führen zwei Wanderwege bis zum Gipfel, die zwar nicht allzu lang sind, es aber aufgrund der Höhenmeter in sich haben. Oben angekommen, wird man schließlich mit einem tollen Rundumblick belohnt, sodass der Weg alle Mühen wert war. Dieses Mal kamen auch die Wander-Flip-Flops wieder zum Einsatz. Denn diese Wanderung kann man nun wirklich nicht mit dem Tongariro Alpine Crossing vergleichen. Sie eignet sich sogar ideal für einen Halbtages-Ausflug 😉. Trotzdem galt es unseren Wandereinsatz natürlich zu belohnen. Wieder unten angekommen, haben wir uns daher erstmal einen leckeren Eiskaffee in einem der zahlreichen Strandcafés gegönnt.

Auf zu heißen Stränden!

Die Bay of Plenty Region sollte aber nicht der Abschluss unseres Tages sein. Es ging für uns noch weiter nördlich in Richtung Coromandel Halbinsel und dort zum berühmt-berüchtigten Hot Water Beach. Und dieser war wirklich „hot“! Dort befinden sich unterhalb der Erdoberfläche 170° heiße Gesteinsschichten. Diese erwärmen das Grundwasser und sorgen somit für den warmen Badespaß – allerdings nur bei Ebbe! Ansonsten wird der Strandabschnitt mit Meerwasser umspült und ist nicht zugänglich. Der Spaß in den heißen Quellen kommt aber auch nicht einfach von alleine. Vielmehr muss man selbst Hand anlegen und sich eigene, kleine Pools buddeln. Das notwendige Werkzeug konnten wir uns dafür für günstige 5 $ beim direkt angrenzenden Top 10 Hot Water Beach Holiday Park ausleihen. Dieser war aufgrund der idealen Lage auch unser Übernachtungsdomizil am Abend. Mit Schaufel und Taschenlampe bewaffnet (es war immerhin schon kurz vor Sonnenuntergang!) stapften wir also vom Campingplatz los Richtung Strand, wo schon ein paar sandige Pools zu sehen waren. Wir taten es unseren Buddelkumpanen gleich und fingen an wie die Weltmeister zu buddeln. Schon nach kurzer Zeit füllte sich unser Becken mit warmem, teils sogar sehr heißem Thermalwasser. Im selbst gebuddelten Pool, bei karibischen Wassertemperaturen und unter Sternenhimmel konnten wir so den Tag perfekt ausklingen lassen.

Dank der perfekten Lage unseres Campingplatzes konnten wir nach unserem Thermal- und Buddelabenteuer auch direkt unter die Dusche hüpfen und uns wieder von den Sandmassen befreien. Der Platz bietet neben Wohnmobilstellplätzen auch süße kleine Chalets und Bungalows an. Ebenso findet man dort einen kleinen Shop und das Wichtigste: Ein leckeres Fish-and-Chips Restaurant gibt es noch oben drauf 😉. Für einen Ausflug zum wohl im wahrsten Sinne des Wortes heißesten Strand Neuseelands eignet sich der Top 10 Hot Water Beach Holiday Park also perfekt!

Coole Cathedral Cove

Die Coromandel Halbinsel ist aber nicht nur für den Hot Water Beach bekannt, sondern besonders für die wunderschöne Cathedral Cove. In dieser Bucht kann man eine spektakuläre Strandhöhle bei Ebbe durchqueren. Die nur unweit vom Hot Water Beach gelegene Felshöhle war somit unser Ziel für den nächsten Tag. Auch hier war wieder etwas Anstrengung nötig, um zu diesem kleinen Naturwunder zu gelangen. Einen ca. halbstündigen, aber gut ausgebauten Wanderweg muss man zurücklegen, um zu der Brandung zu gelangen. Da dieser aber an anderen sehr schönen Buchten vorbeiführt, bei denen man dann immer wieder tolle Ausblicke auf den gesamten Küstenabschnitt hat, kommt einem der Weg auch alles andere als beschwerlich vor. Die Cathedral Cove selbst ist wirklich beeindruckend. Solche Felsformationen lassen einen doch immer wieder erstaunen, was die Kombination von Meer und Wind so alles erschaffen kann.

Bevor wir unsere Fahrt im Anschluss fortsetzten, nutzten wir das immer noch anhaltend gute und vor allem warme (daran müssen wir uns hier in Neuseeland noch gewöhnen 😉) Wetter für einen Nachmittag am Strand. Dort gaben wir den müden Wanderknochen noch mal eine verdiente Pause und ließen die Seele ein wenig baumeln.

Unser Weg führt uns nun weiter gen Norden der Nordinsel. Unser nächstes Ziel wird die Bay of Islands sein. Vielleicht wird dort unsere in Australien angefangene tierische Liste weitergeführt 😉. Seid gespannt!

Liebe Grüße,

Anna und Marvin



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